
Ein Labyrinth aus engen, verwinkelten Gassen erstreckt sich im Barri Gòtic hinter der Kathedrale La Seu. Süßliche Nebelschwaden steigen unter den finsteren Blicken der Wasserspeier auf. Bunte Modelabel und winzige Läden laden zum Flanieren ein. Pastelerías locken mit himmlisch duftenden Teigwaren und zahlreiche Bars und Cafés bieten stets ein freies Plätzchen zum Verweilen an. Zwischen den mächtigen, gotischen Mauern verbergen sich kleine Kunstwerke. Die Rollläden der Läden sind stets mit passenden Bildern besprüht und ersetzen Werbebanner und Leuchtreklamen.

„Free speech“ im El Raval – Häuserwände erzählen von Polizeigewalt, Korruption und nimmersattem Kapitalismus. Das chinesische Viertel ist mit Sicherheit er aufregendste Stadtteil Barcelonas. Sprayer, Skater, Musiker und andere Kreative setzen den ehemaligen Immigranten- und Rotlichtdistrikt in Szene. Chinesische Muttis stampfen mit schweren Plastiktüten an uns vorbei, sinistre Typen lungern in den Ecken und leicht bekleidete Mädels blinzeln uns an. In den engen Gassen hinter La Boqueria wurde Manu Chaos Mestizo-Sound geboren. Irgendwo zwischen bunten Wäscheleinen und ambulantem Bierverkauf zur späten Abendstunde erklingt in den verwinkelten Gassen von Raval leise der Song von Clendestino…







